Die Zeiten, in denen ein Klick auf „Ich bin über 18“ ausreichte, neigen sich auf Discord dem Ende zu. Ab März 2026 rollt die Plattform eine globale Altersverifikation aus, um den Jugendschutz massiv zu verschärfen.
Das ändert sich für alle Nutzer:
- Standard-Einstellung „Jugendschutz“: Alle Konten weltweit werden automatisch auf eine jugendgerechte Erfahrung umgestellt. Das bedeutet: Inhaltsfilter sind aktiv und der Zugriff auf altersbeschränkte Bereiche ist zunächst gesperrt.
- Verifikation für Erwachsene: Wer vollen Zugriff auf sensible Inhalte, spezielle Server oder bestimmte Befehle möchte, muss sein Alter nachweisen.
- Methoden zur Auswahl: Nutzer können zwischen einem Gesichtsscan (Altersschätzung) oder dem Hochladen eines Lichtbildausweises wählen.
Fokus auf Sicherheit für Teenager
Für Nutzer, die nicht als volljährig verifiziert sind, greifen strikte Filter:
- Altersbeschränkte Server bleiben gesperrt.
- Direktnachrichten von Unbekannten landen in einem separaten Posteingang.
- Warnmeldungen bei verdächtigen Freundschaftsanfragen.
Mitsprache durch den „Teen Council“
Besonders spannend: Discord möchte nicht nur über Jugendliche bestimmen, sondern mit ihnen arbeiten. Es wird ein Teen Council gegründet – ein Beirat aus 10 bis 12 Jugendlichen (13–17 Jahre), die direkt an der Entwicklung von Sicherheitsfeatures und Richtlinien mitwirken.
📅 Bewerbungsfrist: Interessierte Teenager können sich bis zum 1. Mai 2026 bewerben.
Der globale Kontext
Discord reagiert damit auf einen weltweiten Trend. Während Australien bereits strikte Verbote für unter 16-Jährige eingeführt hat und auch die EU über ein Mindestalter von 16 Jahren debattiert, versucht Discord den Spagat: Starker Schutz für Minderjährige bei gleichzeitiger Flexibilität für verifizierte Erwachsene.
Was hältst du von diesem Schritt? Ist ein Gesichtsscan für dich eine akzeptable Hürde für mehr Sicherheit im Netz, oder gehen dir die Maßnahmen zu weit? Schreib es uns in die Kommentare!