Solingen: Entstehungsbrand in Galvanikbetrieb löst Feuerwehreinsatz aus

Solingen: Entstehungsbrand in Galvanikbetrieb löst Feuerwehreinsatz aus
Bild: Eigene Erstellung mit KI-Unterstützung • Text: Pressestelle der Feuerwehr Solingen

Ein Entstehungsbrand in einem Galvanikbetrieb an der Dültgenstalerstraße hat am Sonntagvormittag (18. Oktober) einen größeren Feuerwehreinsatz in Solingen ausgelöst. Aufgrund der im Betrieb verwendeten Chemikalien wurde das Einsatzstichwort erhöht. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt.

Die Feuerwehr Solingen wurde gegen 10:36 Uhr zu einem Galvanikbetrieb an der Dültgenstalerstraße alarmiert. Zuvor hatte eine Passantin die akustischen Warnsignale der betriebseigenen Brandmeldeanlage wahrgenommen und darauf aufmerksam gemacht. Da die Anlage nicht unmittelbar mit der Feuerwehrleitstelle verbunden ist, erfolgt bei einer Auslösung keine automatische Alarmierung der Einsatzkräfte.

Nach dem Eintreffen kontrollierten die Feuerwehrkräfte zunächst das Betriebsgelände von außen. Dabei konnten sie keine Hinweise auf die Ursache des ausgelösten Alarms feststellen. Erst durch die zwischenzeitlich eingetroffenen Geschäftsführer des Unternehmens konnte sich die Feuerwehr ohne gewaltsame Öffnung Zugang zum Gebäude verschaffen.

Starke Rauchentwicklung in Betriebshalle – Einsatzstichwort erhöht

Beim Betreten der Betriebshalle stellten die Einsatzkräfte eine erhebliche Vernebelung fest, die sich bereits über die gesamte Halle ausgebreitet hatte. Da in dem Galvanikbetrieb unterschiedliche Chemikalien zum Einsatz kommen, erhöhte die Einsatzleitung das Alarmstichwort vorsorglich auf „GSG 2“ (Gefährliche Stoffe und Güter).

Im Rahmen der anschließenden Erkundung lokalisierten die Feuerwehrkräfte einen Entstehungsbrand an einem Galvanikbecken. Das Feuer konnte mit zwei Schaumlöschern zügig und erfolgreich bekämpft werden. Dadurch gelang es, eine weitere Ausbreitung zu verhindern und den entstandenen Schaden auf einen kleinen Teilbereich des Beckens zu begrenzen.

Anschließend setzten die Einsatzkräfte Hochdrucklüfter ein, um die Vernebelung der Betriebshalle deutlich zu reduzieren. Nach Abschluss der Maßnahmen wurde die Einsatzstelle an die Verantwortlichen des Unternehmens übergeben.

Dültgenstalerstraße für rund eine Stunde vollständig gesperrt

Während der Löscharbeiten und der anschließenden Maßnahmen musste die Dültgenstalerstraße für etwa eine Stunde vollständig für den Verkehr gesperrt werden.

An dem Einsatz waren Kräfte aller drei Wachen der Berufsfeuerwehr Solingen sowie mehrere Löscheinheiten der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt. Diese unterstützten die Maßnahmen vor Ort beziehungsweise stellten während des laufenden Einsatzes den Grundschutz im übrigen Stadtgebiet sicher.

Nach Angaben der Feuerwehr bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung. Durch das schnelle Eingreifen der Einsatzkräfte konnte der Brand frühzeitig gelöscht und ein größerer Schaden verhindert werden.

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