Der „Ohligser Supermarkt“ an der Düsseldorfer Straße steht vor dem Aus. Rund zwei Wochen nach den Schüssen in dem Geschäft haben die Betreiber mit dem Räumungsverkauf begonnen. Eine Wiedereröffnung durch die bisherigen Inhaber ist derzeit nicht vorgesehen.
Am Mittwoch, 29. Juli 2026, war es in dem Supermarkt an der Ecke zur Wittenbergstraße zu einem schweren Gewaltverbrechen gekommen. Nach bisherigen Erkenntnissen wurden in dem Geschäft Schüsse auf einen der Inhaber abgegeben. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und musste medizinisch behandelt werden.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Wuppertal befindet sich der Verletzte inzwischen außer Lebensgefahr. Sein Gesundheitszustand wird jedoch weiterhin als kritisch beschrieben.
Ermittler gehen inzwischen von zwei Tatverdächtigen aus
Im Zuge der laufenden Ermittlungen gibt es eine neue Entwicklung: Während zunächst offiziell von einem Tatverdächtigen ausgegangen wurde, rechnen die Ermittlungsbehörden inzwischen mit zwei beteiligten Personen.
Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass derzeit gegen zwei Tatverdächtige ermittelt wird. Beide konnten bislang nicht identifiziert beziehungsweise gefasst werden. Zu möglichen Hintergründen, Motiven oder weiteren Erkenntnissen machen die Behörden derzeit keine näheren Angaben. Die Ermittlungen dauern an.
Bereits unmittelbar nach den Schüssen hatten Augenzeugen die Möglichkeit ins Spiel gebracht, dass mehr als eine Person an den Vorfällen beteiligt gewesen sein könnte.
Auch nahegelegene Cocktailbar wurde beschossen
Für die Ermittler dürfte insbesondere der zeitliche Zusammenhang mit einem weiteren Vorfall von Bedeutung sein. Ebenfalls am 29. Juli wurden Schüsse auf die Cocktailbar „Akasha“ an der Düsseldorfer Straße abgegeben.
Die Bar befindet sich nur unweit des Supermarktes. Ob und in welchem Umfang beide Taten miteinander zusammenhängen, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.
Bemerkenswert ist zudem die Verbindung zwischen den beiden Ladenlokalen: Die heutigen Betreiber des Supermarktes hatten die Geschäftsräume erst vor vergleichsweise kurzer Zeit übernommen. Zuvor wurden die Räumlichkeiten vom Betreiber der Cocktailbar genutzt.
Räumungsverkauf hat begonnen
Am Mittwoch, 12. August, war im „Ohligser Supermarkt“ bereits der Räumungsverkauf angelaufen. Damit zeichnet sich nun das Ende des Geschäfts in seiner bisherigen Form ab.
Gerade in der Ohligser Fußgängerzone gehörte der Supermarkt mit seinen Waren- und Obstständen vor dem Geschäft zum gewohnten Straßenbild. Mit der angekündigten Schließung verliert die Düsseldorfer Straße damit ein weiteres Ladenlokal.
Wie es langfristig mit den Räumen des Supermarktes weitergeht, ist derzeit ebenso offen wie die Zukunft der weiterhin geschlossenen Cocktailbar.
Unterdessen konzentrieren sich die Ermittlungen weiterhin auf die beiden Tatverdächtigen. Bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt für die Beschuldigten die Unschuldsvermutung.