Stadtverwaltung prüft bestehende Regelungen und passt Beschilderung an
Der Verkehrsversuch im Walder Schlauch wird mit sofortiger Wirkung ausgesetzt. Das teilten Oberbürgermeister Daniel Flemm und Beigeordneter Jan Welzel nach einer internen Beratung mit.
Grund für die vorläufige Aussetzung sind erste Beobachtungen und Rückmeldungen aus der Praxis. Diese hätten gezeigt, dass insbesondere bei den Regelungen für den Lieferverkehr noch Klärungsbedarf besteht.
Lieferzeiten werden erneut geprüft
Im Mittelpunkt der weiteren Prüfung stehen die vorgesehenen Zeitfenster für Anlieferungen. Dabei soll untersucht werden, ob diese den tatsächlichen Anforderungen der Geschäfte und Gewerbetreibenden im Walder Rundling ausreichend entsprechen oder Anpassungen notwendig sind.
Bis zum Abschluss der Prüfung werden die im Rahmen des Verkehrsversuchs aufgestellten Verkehrszeichen teilweise verdeckt. Die entsprechenden Regelungen sind damit vorerst außer Kraft gesetzt. Zunächst gilt wieder die bisherige Verkehrsführung.
Bezirksvertretung und Händlerschaft sollen eingebunden werden
Die noch offenen Punkte sollen nun sowohl fachlich als auch verkehrsrechtlich bewertet werden. Anschließend will die Stadtverwaltung entscheiden, ob der Verkehrsversuch fortgesetzt, verändert oder in einer anderen Form neu gestartet wird.
In den weiteren Prozess sollen ausdrücklich auch die Bezirksvertretung sowie die örtliche Händlerschaft einbezogen werden.
Beschilderung für Radverkehr wird korrigiert
Im Zuge der Überprüfung wird zudem die Beschilderung für den Radverkehr angepasst. Der Walder Rundling ist Bestandteil der Veloroute 1 und grundsätzlich für Radfahrerinnen und Radfahrer freigegeben.
Das bedeutet, dass Fahrräder die Fußgängerzone weiterhin durchfahren dürfen. Dabei gilt jedoch Schrittgeschwindigkeit. Zudem müssen Radfahrende besondere Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger nehmen und ihnen jederzeit Vorrang gewähren.
Stadt überprüft interne Abläufe
Die Stadt Solingen nimmt die aktuelle Situation zudem zum Anlass, die internen Planungs- und Abstimmungsprozesse erneut auf mögliche Verbesserungen zu überprüfen.
Über das weitere Vorgehen sowie einen möglichen neuen Starttermin des Verkehrsversuchs will die Stadtverwaltung zu einem späteren Zeitpunkt informieren.