Ein tragisches Unglück hat die ADAC 24h Nürburgring Qualifiers überschattet. Bei einer Massenkollision in der Startphase kam der finnische Amateurpilot Juha Miettinen ums Leben.
Während des ersten Rennens der Qualifikationsveranstaltung für das legendäre 24-Stunden-Rennen ereignete sich im Streckenabschnitt Klostertal ein schwerer Unfall, an dem insgesamt sieben Fahrzeuge beteiligt waren. Der 66-jährige Juha Miettinen erlitt in seinem BMW 325i dabei so schwere Verletzungen, dass er trotz unmittelbarer medizinischer Intervention im Medical Center der Rennstrecke verstarb.
Die Rennleitung bestätigte den Vorfall in einem offiziellen Statement: „Trotz der unmittelbar eingeleiteten Rettungsmaßnahmen konnten die Notfallmediziner den beteiligten Piloten Juha Miettinen nicht retten.“ Die weiteren sechs involvierten Fahrer wurden zur Untersuchung in das Medical Center sowie umliegende Krankenhäuser transportiert; laut Rennleiter Walter Hornung besteht bei ihnen keine Lebensgefahr.
Rennabbruch und internationale Anteilnahme
Das auf vier Stunden angesetzte Rennen wurde nach 25 Minuten zunächst mit der Roten Flagge unterbrochen und der Livestream eingestellt. Nach Bekanntwerden der Todesnachricht entschied die Organisation, den Wettbewerb am Samstagabend nicht wieder aufzunehmen.
Auch der Automobil-Weltverband FIA reagierte bestürzt: „Unsere Gedanken sind bei seiner Familie, seinen Freunden und allen Beteiligten des Events.“ Formel-1-Weltmeister Max Verstappen, der im Rahmen desselben Programms auf einem Mercedes-AMG antrat, zeigte sich via Instagram tief betroffen: „Momente wie diese erinnern uns daran, wie gefährlich der Motorsport ist, den wir alle lieben.“ Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Verstappen nicht auf der Strecke; sein Teamkollege Lucas Auer war nicht in die Kollision involviert.
Hintergrund: Die „Grüne Hölle“
Der Vorfall unterstreicht erneut die Risiken der Nordschleife. Der Nürburgring gilt aufgrund seiner anspruchsvollen Topografie als eine der gefährlichsten Rennstrecken der Welt. In der Geschichte der „Grünen Hölle“ kam es bereits mehrfach zu schweren Unfällen, darunter der legendäre Feuerunfall von Niki Lauda im Jahr 1976.
Zu Ehren des verstorbenen Piloten wird am Sonntag vor dem Start der nächsten Rennen um ca 13:00 Uhr eine Gedenkminute abgehalten.