Am heutigen Samstag war es soweit: Eine Gruppe der Jugendfeuerwehr Werne stellte sich in Bad Oeynhausen der Abnahme der Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr - und das mit großem Erfolg. Insgesamt sieben Jugendliche konnten am Ende des Tages das höchste Leistungsabzeichen erwerben, das Mitglieder einer Jugendfeuerwehr erreichen können.
Der Weg dorthin war anspruchsvoll. Bei der Abnahme mussten die Jugendlichen nicht nur ihr feuerwehrtechnisches Wissen und ihr Können unter Beweis stellen, sondern auch in mehreren sportlichen Disziplinen an ihre körperlichen Grenzen gehen. Gefragt waren Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, technisches Verständnis, Konzentration und vor allem Teamgeist.
Den Auftakt machte für die Werner Gruppe das Kugelstoßen. Hier war vor allem Kraft gefragt: Die Gruppe musste gemeinsam eine Mindestweite von insgesamt 55 Metern erreichen. Umgerechnet bedeutete dies einen Durchschnitt von 6,11 Metern pro Teilnehmer. Gerade zu Beginn des Prüfungstages stellte diese Disziplin eine hohe körperliche Herausforderung dar.
Direkt im Anschluss ging es beim Staffellauf weiter. Gemeinsam musste eine Strecke von 1.500 Metern innerhalb von 4:15 Minuten bewältigt werden. Dabei kam es nicht nur auf die individuelle Laufleistung an, sondern auch auf eine sichere und möglichst schnelle Übergabe des Staffelstabes. Nach dem bereits fordernden Kugelstoßen verlangte diese Disziplin den Jugendlichen erneut viel Ausdauer und Einsatz ab.
Als dritte Disziplin folgte der Löschangriff - und hier konnten die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Werne besonders überzeugen. Zunächst galt es, vier A-Saugleitungen zu kuppeln, an die Pumpe anzuschließen und "zu Wasser" zu lassen, da von einer Wasserentnahmestelle an einem offenen Gewässer ausgegangen wird. Die Saugleitung wurde dabei mit einer Halte- und einer Ventilleine gesichert. Anschließend musste nach einer B-Länge der Verteiler gesetzt und von dort aus drei C-Rohre zur Bekämpfung der drei simulierten Zielfeuer vorgenommen werden.
Die Werner Gruppe meisterte diese Aufgabe fehlerfrei und erreichte die volle Punktzahl von 4 von 4 Punkten. Eine besondere Anerkennung gab es dafür vom zuständigen Wertungsrichter. Dieser bescheinigte der Gruppe nach der Übung: "Die leistungsstärkste Gruppe am heutigen Tage in dieser Disziplin." Ein großes Lob und zugleich eine eindrucksvolle Bestätigung für die intensive Vorbereitung und das hervorragende Zusammenspiel der Jugendlichen.
Nach den körperlich und technisch fordernden Aufgaben folgte mit den Fragen der theoretische Teil der Abnahme. Zwei Prüfer stellten den Jugendlichen Fragen, bei denen sowohl Feuerwehrwissen als auch Allgemeinwissen gefragt waren. Auch hier mussten die Teilnehmer ihr Wissen sicher und konzentriert abrufen.
Den Abschluss bildete die Schlauchschnelligkeitsübung. Dabei mussten insgesamt acht C-Schläuche auf gerader Fläche zu einer langen Schlauchleitung verlegt werden. Die Leitung durfte keine Dreher aufweisen und musste innerhalb von lediglich 75 Sekunden vollständig verlegt sein. Nach den bereits absolvierten Disziplinen war dies noch einmal eine anspruchsvolle Kombination aus Schnelligkeit, Präzision und Teamarbeit.
Die Leistungsspange gilt nicht ohne Grund als höchste Auszeichnung der Deutschen Jugendfeuerwehr. Die Abnahme verlangt den Jugendlichen in fünf sehr unterschiedlichen Disziplinen einiges ab. Besonders die sportlichen Aufgaben - Kugelstoßen und Staffellauf - fordern Kraft und Ausdauer, während die Schlauchschnelligkeit zusätzlich hohes Tempo und präzises Arbeiten unter Zeitdruck verlangt. Gleichzeitig müssen die Jugendlichen bei den feuerwehrtechnischen Aufgaben perfekt als Gruppe funktionieren und auch im theoretischen Teil ihr Wissen unter Beweis stellen.
Umso größer war am Ende des Tages die Freude: Sieben Jugendliche der Jugendfeuerwehr Werne konnten die Leistungsspange erfolgreich erwerben. Sie meisterten die anspruchsvollen Disziplinen mit Bravour und wurden damit für ihre intensive Vorbereitung, ihren Einsatz und ihren Teamgeist belohnt.
Die Jugendlichen dürfen die Leistungsspange nun mit Stolz tragen - als sichtbares Zeichen für ihr Können, ihre Leistungsbereitschaft und die erfolgreiche gemeinsame Arbeit in der Jugendfeuerwehr Werne.