Die Feuerwehr Wuppertal befindet sich derzeit mit einem Großaufgebot am Schwabenweg in Wuppertal-Ostersbaum im Einsatz. Dort brennt der Rettungswachen Standort des Malteser Hilfsdienstes in voller Ausdehnung.
Die Feuerwehr wurde hierzu um 23:37 Uhr alarmiert. Die ersteintreffenden Einsatzkräfte fanden bereits einen ausgedehnten Brand vor und forderten umgehend Unterstützung an. Es wurde ein massiver Löschangriff eingeleitet, der zur Stunde noch andauert. Hierzu wurden vier Einsatzabschnitte gebildet. Der Brand ist derzeit nicht unter Kontrolle. Es gibt keine verletzten Personen.
Die Bevölkerung im Umkreis wurde mittels Warnapp vor der Rauchentwicklung und der damit einhergehenden Geruchbelästigung gewarnt. Fenster und Türen sollen geschlossen werden.
Die Feuerwehr befindet sich derzeit mit 104 Einsatzkräften vor Ort. Die verwaisten Wachen der Berufsfeuerwehr werden durch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Hierzu wurde der sogenannte Stadtalarm ausgelöst, mit dem alle verfügbaren Einsatzkräfte der Feuerwehr Wuppertal in Alarmbereitschaft versetzt wurden. Zur rückwärtigen Führung der komplexen Einsatzlage wurde zudem der Führungsstab auf der Hauptfeuer- und Rettungswache einberufen.
Update von 04:32 Uhr
Die Feuerwehr Wuppertal befindet sich weiterhin mit einem Großaufgebot beim Brand des Rettungswachen-Standortes der Malteser am Schwabenweg im Einsatz. Eine Ausbreitung des Brandes auf umliegende Gebäude wird durch sogenannte Riegelstellungen verhindert.
Die Warnung der Bevölkerung mittels Gefahreninformation wurde ausgeweitet, da sich die Geruchsbelästigung großflächig im Tal ausgebreitet hat. Durch Messfahrzeuge der Feuerwehr werden laufend Messungen im Stadtgebiet durchgeführt. Hierbei konnten bislang keine bedenklichen Konzentrationen von Schadstoffen festgestellt werden. Sollte sich die Lage ausweiten, wird erneut gewarnt.
Aufgrund des Einsatzes sind die Straßen Ostersbaum, Rudolfstraße und Schwesternstraße voll gesperrt.
Update von 05:44 Uhr
Der Einsatz der Feuerwehr Wuppertal am Schwabenweg läuft weiterhin. Die intensiven Löschmaßnahmen zeigen Wirkung, der Brand ist jedoch weiterhin nicht unter Kontrolle.
Der Brandrauch wurde durch die vorherrschenden Winde insbesondere in die Bereiche Unterbarmen, Rott, Klingelholl, Sedansberg und Wichlinghausen getragen. Dort ist eine intensive Geruchsbelästigung wahrnehmbar. In diesem Bereich sind ab sofort Warnfahrzeuge der Feuerwehr unterwegs, um die Anwohner zu informieren.
Die Messungen der Feuerwehr ergeben weiterhin keine bedenklichen Konzentrationen von Schadstoffen.
Update von 07:20 Uhr
Der Brand am Rettungswachen-Standort der Malteser konnte zwischenzeitlich unter Kontrolle gebracht werden. Aktuell laufen die Nachlöscharbeiten, bei denen noch Glutnester abgelöscht werden. Dies wird noch den Morgen über andauern.
Die Rauchentwicklung ist durch den Löscherfolg deutlich zurückgegangen und in der Folge auch die Geruchsbelästigung im Stadtgebiet. Die Warnung der Bevölkerung mittels Warnfahrzeugen wurde deshalb soeben eingestellt.
Die Einsatzkräfte vor Ort werden nun sukzessive reduziert.
Update von 14:50 Uhr
Nach rund 15 Stunden hat die Feuerwehr ihren Großeinsatz am Schwabenweg abgeschlossen und die Einsatzstelle gegen 15:00 Uhr an die Polizei übergeben. In der Spitze waren bis zu 110 Einsatzkräfte gleichzeitig vor Ort.
Der Rettungswachen-Standort des Malteser Hilfsdienstes brannte größtenteils aus. Als die Feuerwehr gegen 23:45 Uhr eintraf, standen bereits mehrere Gebäudeteile in Flammen; Rauch und Feuerschein waren weithin sichtbar. Eine Fahrzeughalle sowie Büro- und Sozialräume wurden völlig zerstört. Da sich zum Zeitpunkt des Brandes niemand im Gebäude befand, gab es keine Verletzten.
Die Feuerwehr konnte ein Übergreifen der Flammen auf umliegende Gebäude verhindern, sodass eine weitere Fahrzeughalle der Malteser erhalten blieb. Ein angrenzendes Wohnhaus wurde vorsorglich evakuiert; die sechs Bewohner wurden während des Einsatzes in einem Bus der WSW betreut.
Aufgrund der starken Rauchentwicklung, die in weiten Teilen Wuppertals wahrnehmbar war, wurde die Bevölkerung über die NINA-Warn-App sowie durch Lautsprecherdurchsagen in den östlichen Stadtteilen informiert. Messungen ergaben jedoch, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr durch Schadstoffe bestand.
Nachdem der Brand am frühen Morgen unter Kontrolle gebracht worden war, zogen sich die Nachlöscharbeiten von Glutnestern unter der Dachkonstruktion bis in den Nachmittag hinein. Unterstützung leistete dabei die Feuerwehr Dortmund mit einem Teleskopmast.
Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache und zur Schadenshöhe aufgenommen. Am frühen Abend wird die Feuerwehr Wuppertal den Brandort zur Sicherheit noch einmal kontrollieren.