11. September 2001: 9/11 – der Tag, der die Welt veränderte

11. September 2001: 9/11 – der Tag, der die Welt veränderte
Bild: Eigene Erstellung mit KI-Unterstützung • Text: Eigene Recherchen durch die Brovenco Redaktion

Am 11. September 2001 verübte das Terrornetzwerk al-Qaida die schwersten Terroranschläge in der Geschichte der Vereinigten Staaten. Vier Passagierflugzeuge wurden nahezu zeitgleich entführt. Zwei Maschinen trafen die Zwillingstürme des World Trade Centers in New York, eine das Pentagon bei Washington. Die vierte Maschine, United Airlines Flug 93, stürzte in Pennsylvania ab, nachdem Passagiere und Besatzungsmitglieder versucht hatten, die Kontrolle über das Flugzeug zurückzugewinnen. 2.977 Menschen wurden bei den Anschlägen getötet – die 19 Entführer nicht mitgerechnet. Was an diesem Dienstagmorgen innerhalb weniger Stunden geschah, veränderte Sicherheitspolitik, Luftfahrt, Geheimdienstarbeit und internationale Beziehungen für Jahrzehnte.

Im Jahr 2026 jähren sich die Anschläge zum 25. Mal. Für eine Generation gehören die Bilder der brennenden Türme zu den prägendsten Erinnerungen ihres Lebens. Für eine jüngere Generation ist der 11. September dagegen längst Geschichte. Doch viele politische und sicherheitspolitische Strukturen der Gegenwart lassen sich ohne 9/11 kaum verstehen.

Die folgende Dokumentation rekonstruiert die Vorgeschichte, Planung und Durchführung der Anschläge, die Ereignisse in New York, Washington und Pennsylvania, die Ermittlungen, die Ursachen der Gebäudeeinstürze sowie die langfristigen Folgen. Grundlage sind insbesondere die Untersuchungen der unabhängigen 9/11-Kommission, des FBI, des National Institute of Standards and Technology sowie weiterer US-Bundesbehörden.

Ein scheinbar gewöhnlicher Dienstagmorgen

Der Dienstag, 11. September 2001, begann im Nordosten der Vereinigten Staaten mit nahezu wolkenlosem Himmel. Tausende Menschen machten sich auf den Weg zur Arbeit. In New York füllten sich die Büros des World Trade Centers, in Arlington bei Washington die Arbeitsplätze des Pentagons.

Gleichzeitig befanden sich 19 Mitglieder des Terrornetzwerks al-Qaida an Flughäfen in Boston, Newark und Washington-Dulles.

Ihr Plan war außergewöhnlich: Vier vollgetankte Passagiermaschinen für transkontinentale Flüge sollten nicht lediglich entführt, sondern selbst als Waffen eingesetzt werden.

Die Flugzeuge waren bewusst für Verbindungen von der US-Ostküste nach Kalifornien gebucht worden. Dadurch verfügten sie über große Treibstoffmengen. Die Täter hatten sich teilweise über Monate in den Vereinigten Staaten aufgehalten und vier von ihnen hatten dort Flugunterricht genommen.

Was anschließend geschah, dauerte vom ersten Einschlag bis zum Zusammenbruch des zweiten World-Trade-Center-Turms nur 102 Minuten.

Die Vorgeschichte von 9/11

Al-Qaida und Osama bin Laden

Hinter den Anschlägen stand das islamistische Terrornetzwerk al-Qaida unter Führung von Osama bin Laden.

Das Netzwerk entwickelte sich aus Strukturen rund um ausländische Kämpfer, die während des sowjetisch-afghanischen Krieges nach Afghanistan gekommen waren. In den folgenden Jahren radikalisierte sich die Organisation zunehmend gegen die Vereinigten Staaten und deren Verbündete.

Bin Laden erklärte die USA öffentlich zu seinem Feind. Al-Qaida war bereits vor 2001 mit mehreren schweren Anschlägen verbunden, darunter die Bombenanschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania 1998 und der Anschlag auf den US-Zerstörer USS Cole im Oktober 2000, bei dem 17 US-Soldaten starben.

Auch das World Trade Center war schon zuvor Ziel eines Terroranschlags gewesen. Am 26. Februar 1993 explodierte eine Lastwagenbombe in der Tiefgarage des Komplexes. Sechs Menschen starben und mehr als 1.000 wurden verletzt. Der damalige Plan des Haupttäters Ramzi Yousef bestand sogar darin, einen Turm so schwer zu beschädigen, dass dieser auf den zweiten stürzen sollte. Der Versuch scheiterte. Khalid Sheikh Mohammed, später einer der zentralen Organisatoren von 9/11, war Yousefs Onkel.

Der Plan für die „Planes Operation“

Als zentraler Architekt des späteren 9/11-Plans gilt Khalid Sheikh Mohammed, häufig als KSM bezeichnet.

Er schlug der Führung von al-Qaida eine Operation vor, bei der entführte Flugzeuge als Waffen gegen Ziele in den Vereinigten Staaten verwendet werden sollten. Nach Erkenntnissen der 9/11-Kommission stimmten Osama bin Laden und seine Führung spätestens Ende 1998 oder Anfang 1999 einer abgewandelten Version dieses Plans zu.

Ursprünglich waren sogar wesentlich mehr Flugzeuge und Ziele diskutiert worden. Bin Laden reduzierte den Plan schließlich auf eine praktisch durchführbare Operation. Im Herbst 1999 begann die konkrete Vorbereitung.

Als mögliche Ziele galten insbesondere:

das World Trade Center in New York, das Pentagon, das Kapitol und das Weiße Haus.

Nach später rekonstruierten Gesprächen hielt Mohamed Atta das Weiße Haus aufgrund seiner Größe und Lage für ein schwierigeres Ziel. Für die vierte Maschine wurde deshalb wahrscheinlich das US-Kapitol vorgesehen. Der National Park Service bezeichnet das Kapitol auf Grundlage der verfügbaren Beweise als wahrscheinlichstes Ziel von United 93.

Die Hamburger Zelle

Ein besonders bedeutender Teil der Geschichte führt nach Deutschland.

Mohamed Atta, Marwan al-Shehhi und Ziad Jarrah gehörten zu einer Gruppe islamistischer Extremisten in Hamburg. Die drei wurden später Piloten der entführten Maschinen American Airlines 11, United Airlines 175 und United Airlines 93.

Zusammen mit Ramzi Binalshibh bildeten sie den Kern der sogenannten Hamburger Zelle.

Die drei späteren Entführer reisten nach Afghanistan, kamen dort mit al-Qaida in Verbindung und wurden für den Anschlagsplan ausgewählt. Anschließend gingen sie in die Vereinigten Staaten und absolvierten Flugausbildungen. Der vierte Anschlagspilot, Hani Hanjour, gehörte nicht zur Hamburger Gruppe.

Von den insgesamt 19 Entführern stammten 15 aus Saudi-Arabien, zwei aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, einer aus Ägypten und einer aus dem Libanon. Bis Anfang Juli 2001 hatten sich sämtliche späteren Attentäter in den Vereinigten Staaten eingefunden.

FlugStreckeMenschen an BordEntführerAnschlagsziel/Absturz
American Airlines 11Boston – Los Angeles925Nordturm des World Trade Centers
United Airlines 175Boston – Los Angeles655Südturm des World Trade Centers
American Airlines 77Washington-Dulles – Los Angeles645Pentagon
United Airlines 93Newark – San Francisco444Absturz bei Shanksville; vermutlich US-Kapitol vorgesehen

Bei United 93 befanden sich 33 reguläre Passagiere, sieben Besatzungsmitglieder und vier Entführer an Bord.

Insgesamt starben 246 Passagiere und Besatzungsmitglieder der vier Maschinen, die 19 Täter nicht eingerechnet.

Die 19 Entführer

American Airlines 11 wurde von Mohamed Atta, Abdulaziz al-Omari, Wail al-Shehri, Waleed al-Shehri und Satam al-Suqami übernommen.

United Airlines 175 wurde von Marwan al-Shehhi, Fayez Banihammad, Mohand al-Shehri, Hamza al-Ghamdi und Ahmed al-Ghamdi entführt.

Auf American Airlines 77 befanden sich Hani Hanjour, Nawaf al-Hazmi, Khalid al-Mihdhar, Majed Moqed und Salem al-Hazmi.

United Airlines 93 wurde von Ziad Jarrah, Ahmed al-Nami, Ahmed al-Haznawi und Saeed al-Ghamdi übernommen.

Das FBI begann bereits innerhalb weniger Stunden nach den Anschlägen mit der Identifizierung der Täter.

Der 11. September 2001 – Chronologie eines Katastrophentages

7:59 Uhr – American Airlines 11 startet

American Airlines Flug 11 hebt am Logan International Airport in Boston mit Ziel Los Angeles ab.

Wenige Minuten später wird das Flugzeug übernommen. Flugbegleiterin Betty Ong kann über ein Bordtelefon Kontakt zur Fluggesellschaft herstellen und berichtet, dass Personen verletzt worden seien und das Cockpit nicht mehr reagiere.

8:14 Uhr – United Airlines 175 startet

Eine zweite Boeing 767 verlässt Boston in Richtung Los Angeles.

Etwa zur selben Zeit befindet sich American 11 bereits unter Kontrolle der Entführer.

8:20 Uhr – American Airlines 77 startet

American Airlines Flug 77 startet vom Washington Dulles International Airport.

Die Boeing 757 nimmt zunächst ihren normalen Kurs nach Los Angeles.

8:42 Uhr – United Airlines 93 startet verspätet

United 93 hebt in Newark ab. Der Flug hätte ursprünglich bereits um 8 Uhr starten sollen.

Diese Verspätung sollte später eine entscheidende Rolle spielen: Als die Maschine schließlich entführt wird, haben Passagiere durch Telefonate bereits erfahren, was in New York geschehen ist.

8:46:40 Uhr – American Airlines 11 trifft den Nordturm

Die Boeing 767 schlägt mit hoher Geschwindigkeit zwischen ungefähr dem 93. und 99. Stockwerk in die Nordseite des Nordturms, World Trade Center 1, ein.

Der Einschlag tötet unmittelbar zahlreiche Menschen.

Alle drei Treppenhäuser des Nordturms werden im Bereich des Einschlags unpassierbar. Für die Menschen oberhalb der zerstörten Zone existiert dadurch praktisch kein Fluchtweg mehr. Hunderte sind eingeschlossen.

Zunächst gehen viele Beobachter und Fernsehsender noch von einem schweren Flugunfall aus.

Diese Vorstellung hält nur 17 Minuten.

9:03 Uhr – United Airlines 175 trifft den Südturm

Während Fernsehkameras bereits live auf das brennende World Trade Center gerichtet sind, fliegt United Airlines 175 in den Südturm.

Millionen Menschen sehen den zweiten Einschlag praktisch in Echtzeit.

Von diesem Moment an besteht kaum noch Zweifel: Die Vereinigten Staaten werden gezielt angegriffen.

Der zweite Einschlag erfolgt tiefer als beim Nordturm. Dadurch befinden sich erheblich mehr Stockwerke und Menschen oberhalb der Einschlagstelle.

Allerdings bleibt im Südturm mindestens ein Treppenhaus teilweise passierbar. Einige Menschen aus Bereichen oberhalb der Einschlagszone schaffen es deshalb noch nach unten.

Die beiden Türme brennen nun gleichzeitig.

9:37:46 Uhr – American Airlines 77 trifft das Pentagon

American Airlines 77 hat nach der Entführung seine Flugrichtung geändert und ist nach Washington zurückgekehrt.

Um 9:37 Uhr schlägt die Maschine in die Westseite des Pentagons in Arlington, Virginia, ein.

Dort sterben 125 Menschen im Gebäude sowie 59 Passagiere und Besatzungsmitglieder des Flugzeugs. Hinzu kommen die fünf Entführer. Damit beträgt die Zahl der Opfer des Pentagon-Anschlags 184.

Das militärische Hauptquartier der Vereinigten Staaten steht in Flammen.

Spätestens jetzt ist klar, dass nicht nur New York betroffen ist. Das politische und militärische Zentrum der USA wird ebenfalls angegriffen.

United Airlines 93 – der Aufstand an Bord

Die Entführer übernehmen United 93 gegen 9:28 Uhr.

Doch anders als die Menschen an Bord der ersten drei Maschinen erhalten Passagiere von United 93 über Bordtelefone und Mobiltelefone Nachrichten über die Anschläge in New York.

Sie erkennen, dass es sich nicht um eine klassische Flugzeugentführung handelt.

Die Maschine selbst soll als Waffe eingesetzt werden.

Zwischen Entführung und Absturz werden 37 Telefonanrufe von 13 Menschen an Bord geführt. Einige Passagiere beraten sich miteinander und entscheiden schließlich, die Entführer anzugreifen.

Um 9:57 Uhr beginnt der Versuch, das Cockpit zurückzuerobern.

Der Cockpit Voice Recorder zeichnet den Kampf auf. Der Entführer am Steuer, Ziad Jarrah, führt heftige Flugbewegungen aus, um die Angreifer aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Doch die Passagiere und Besatzungsmitglieder geben nicht auf.

Das später weltberühmt gewordene „Let's roll“ wird mit diesem Widerstand verbunden.

Die Aufzeichnungen zeigen, dass der Angriff auf das Cockpit bis unmittelbar vor dem Absturz anhält.

9:58:59 Uhr – der Südturm stürzt ein

Nur 56 Minuten nach seinem Treffer beginnt World Trade Center 2 zusammenzubrechen.

Innerhalb von ungefähr zehn Sekunden kollabiert der 110 Stockwerke hohe Südturm.

Eine gewaltige Trümmer- und Staubwolke bewegt sich durch Lower Manhattan.

Menschen fliehen über Straßen, während Feuerwehrleute, Polizisten und Rettungskräfte weiterhin versuchen, weitere Personen aus dem Gebiet zu bringen.

Der Südturm war als zweiter getroffen worden – stürzt jedoch als erster ein.

10:03:11 Uhr – United Airlines 93 stürzt ab

Die Situation im Cockpit von Flug 93 eskaliert.

Die Terroristen erkennen offenbar, dass die Passagiere möglicherweise kurz davor stehen, Zugang zum Cockpit zu erhalten.

Die Maschine geht in einen steilen Sinkflug über und schlägt um 10:03:11 Uhr mit hoher Geschwindigkeit auf einem Feld in Stonycreek Township im Somerset County, nahe Shanksville in Pennsylvania, ein.

Alle 40 Passagiere und Besatzungsmitglieder sowie die vier Entführer sterben.

Nach dem heutigen Stand der Erkenntnisse war das US-Kapitol in Washington wahrscheinlich das vorgesehene Anschlagsziel.

Durch den Widerstand an Bord erreicht United 93 Washington nicht.

10:28:25 Uhr – der Nordturm stürzt ein

Der Nordturm hat nach dem Einschlag von Flug 11 fast 102 Minuten gestanden.

Um 10:28 Uhr bricht auch World Trade Center 1 vollständig zusammen.

Unter den Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude befinden, sind zahlreiche Feuerwehrleute und andere Rettungskräfte.

Bemerkenswert ist, dass einige Menschen den Zusammenbruch selbst überleben. In einem teilweise erhalten gebliebenen Abschnitt des Treppenhauses B überleben zwölf Feuerwehrleute, ein Port-Authority-Polizist und drei Zivilisten.

Doch für Tausende kommt jede Hilfe zu spät.

Die berühmte Skyline von New York hat sich innerhalb von weniger als zwei Stunden vollständig verändert.

Warum stürzten die Zwillingstürme ein?

Über die Ursache der Einstürze entstanden später unzählige Spekulationen.

Das National Institute of Standards and Technology – NIST führte eine der umfangreichsten bau- und brandschutztechnischen Untersuchungen in der Geschichte der Vereinigten Staaten durch.

Mehr als 200 Fachleute wirkten an der Untersuchung mit. Zehntausende Dokumentseiten wurden ausgewertet, mehr als 1.000 Personen befragt, 236 geborgene Stahlteile analysiert sowie Materialtests und Computersimulationen durchgeführt.

Das Ergebnis ist technisch komplex, lässt sich aber auf eine Kette von Ereignissen reduzieren:

Die Einschläge der Boeing 767 zerstörten oder beschädigten tragende Kern- und Außenstützen. Gleichzeitig wurde die Brandschutzisolierung von zahlreichen Stahlbauteilen abgesprengt. Große Mengen Kerosin entzündeten mehrere Stockwerke.

Die Flugzeugeinschläge allein führten nicht unmittelbar zum Zusammenbruch.

Nach den NIST-Erkenntnissen hätten die Gebäude den ersten strukturellen Schaden sogar überstehen können. Entscheidend waren die anschließend über längere Zeit brennenden Feuer in Verbindung mit der beschädigten Brandschutzisolierung.

Die erhitzten Bauteile verloren zunehmend ihre Tragfähigkeit. Durch Verformungen und durchhängende Deckensysteme wurden Außenstützen nach innen gezogen. Schließlich kam es lokal zum strukturellen Versagen und zur Einleitung eines progressiven Zusammenbruchs.

Dabei musste der Stahl nicht schmelzen. Stahl verliert bereits deutlich unterhalb seines Schmelzpunktes einen erheblichen Teil seiner Festigkeit.

Was geschah mit World Trade Center 7?

Neben den Zwillingstürmen brach an diesem Tag noch ein weiterer Wolkenkratzer vollständig zusammen: World Trade Center 7.

Das 47 Stockwerke hohe Gebäude wurde von keinem Flugzeug getroffen.

Beim Einsturz des unmittelbar benachbarten Nordturms wurde WTC 7 jedoch durch Trümmer beschädigt. Anschließend brannten auf mehreren Etagen Feuer über Stunden weitgehend unkontrolliert.

Um 17:20:52 Uhr brach WTC 7 zusammen. Das Gebäude war zuvor evakuiert worden, weshalb es beim eigentlichen Einsturz keine Todesopfer oder schweren Verletzungen gab.

NIST untersuchte den Einsturz mehrere Jahre lang.

Nach dem Abschlussbericht verursachte die Wärmeausdehnung von Stahlträgern zunächst lokale strukturelle Schäden. Ein Versagen im Bereich der Stütze 79 führte anschließend zu einer Kettenreaktion und letztlich zum progressiven Einsturz des Gebäudes. Als primäre Ursache nennt NIST die lang andauernden Gebäudebrände.

Gerade WTC 7 wurde später zu einem zentralen Bestandteil verschiedener Verschwörungserzählungen. Die technische Bundesuntersuchung kam jedoch nicht zu dem Ergebnis, dass eine kontrollierte Sprengung den Einsturz verursacht habe.

Die Opfer

Die Anschläge vom 11. September 2001 töteten 2.977 Menschen, die 19 Terroristen nicht eingerechnet.

Davon starben:

2.753 Menschen in New York, 184 am Pentagon und 40 an Bord von United Airlines Flug 93.

Unter den Opfern befanden sich Menschen aus mehr als 90 Ländern.

Der 11. September war zugleich die größte einzelne Verlustkatastrophe für Rettungskräfte in der amerikanischen Geschichte.

Allein das Fire Department of the City of New York verlor 343 Feuerwehrleute.

Hinzu kamen 37 Beamte des Port Authority Police Department und 23 Beamte des New York Police Department.

Viele Einsatzkräfte waren in die Gebäude hineingegangen, während Tausende Menschen ihnen entgegen nach draußen liefen.

Tausende Menschen konnten gerettet werden

So gewaltig die Opferzahl war, zeigen die Untersuchungen gleichzeitig, wie viele Menschen die Türme noch verlassen konnten.

Die 9/11-Kommission stellte fest, dass praktisch alle körperlich zur Flucht fähigen Menschen unterhalb der jeweiligen Einschlagzonen die Gebäude verlassen konnten.

Tausende Zivilisten wurden teilweise durch Feuerwehr, Polizei, Sicherheitskräfte und andere Menschen auf ihrem Weg nach unten unterstützt.

NIST kam für den Nordturm zu dem Ergebnis, dass von ungefähr 7.500 Menschen, die sich unterhalb der Einschlagzone befanden, bis zum Einsturz nahezu alle bis auf etwas mehr als 100 entkommen konnten.

Ground Zero

Nach dem Zusammenbruch der Türme wurde das zerstörte World-Trade-Center-Areal weltweit als Ground Zero bekannt.

Die Hoffnung, unter den Trümmern noch Überlebende zu finden, dominierte zunächst die Arbeit.

Tausende Feuerwehrleute, Polizisten, Bauarbeiter, Rettungskräfte, Freiwillige und Angehörige verschiedener Behörden beteiligten sich an den Rettungs-, Bergungs- und Aufräumarbeiten.

Später entwickelte sich der Einsatz zunehmend von einer Rettungs- zu einer Bergungsoperation.

Die offiziellen Arbeiten am Ground Zero dauerten rund neun Monate und endeten am 30. Mai 2002.

Die gesundheitlichen Folgen dauern bis heute an

Die Katastrophe endete gesundheitlich nicht am 11. September.

Beim Zusammenbruch der Gebäude entstand eine gigantische Wolke aus Staub, Rauch und Trümmerpartikeln. Hunderttausende Menschen waren potenziell Schadstoffen und traumatischen Erlebnissen ausgesetzt.

Bei Einsatzkräften, Anwohnern, Überlebenden und Beschäftigten wurden in den folgenden Jahren unter anderem Atemwegserkrankungen, chronische Entzündungen, gastroösophagealer Reflux, verschiedene Krebsarten sowie psychische Erkrankungen einschließlich posttraumatischer Belastungsstörungen dokumentiert.

Das staatliche World Trade Center Health Program betreut inzwischen nahezu 150.000 Mitglieder und bietet Untersuchungen sowie Behandlungen für anerkannte 9/11-bedingte Erkrankungen an.

Damit wächst die tatsächliche menschliche Bilanz von 9/11 auch Jahrzehnte später weiter – denn zahlreiche Menschen sind nach dem unmittelbaren Anschlag an Folgeerkrankungen gestorben.

Die größte FBI-Ermittlung der Geschichte

Noch am 11. September begann eine gigantische Strafverfolgungsoperation.

Das FBI gab der Untersuchung den Codenamen PENTTBOM, zusammengesetzt aus Pennsylvania, Pentagon und Twin Towers Bombing.

Es wurde die bis dahin größte Ermittlung in der Geschichte des FBI.

Auf dem Höhepunkt der Untersuchung arbeitete mehr als die Hälfte der FBI-Agenten zumindest zeitweise an der Aufklärung. Hunderttausende Hinweise wurden untersucht und weltweit Spuren verfolgt.

Die Ermittler konnten die 19 Entführer schnell identifizieren und ihre Reisebewegungen, Finanzierung, Flugausbildung, Kommunikationswege und Verbindungen zu al-Qaida rekonstruieren.

Die 9/11-Kommission

Ende 2002 wurde die National Commission on Terrorist Attacks Upon the United States, allgemein als 9/11 Commission bezeichnet, eingesetzt.

Die unabhängige, parteiübergreifend besetzte Kommission sollte untersuchen, wie die Anschläge möglich geworden waren, welche Warnzeichen existiert hatten, wie Regierung und Sicherheitsbehörden reagierten und welche Reformen notwendig waren.

Am 22. Juli 2004 erschien der umfangreiche Abschlussbericht.

Das Urteil war erheblich differenzierter als die Vorstellung, eine einzelne Behörde habe einfach eine entscheidende Warnung ignoriert.

Die Kommission sprach von vier grundlegenden Kategorien des Versagens:

Vorstellungskraft, Politik, Fähigkeiten und Management.

Informationen befanden sich bei unterschiedlichen Behörden, wurden teilweise nicht miteinander verknüpft oder nicht an die richtigen Stellen weitergegeben. Die Vereinigten Staaten waren auf klassische Flugzeugentführungen vorbereitet, bei denen Geiseln genommen und Forderungen gestellt wurden – nicht darauf, dass Selbstmordattentäter Verkehrsflugzeuge innerhalb der USA in gelenkte Waffen verwandeln würden.

Auch die Kommunikation zwischen FAA, Militär und anderen Stellen funktionierte am Morgen des 11. September teilweise zu langsam oder fehlerhaft. Abfangjäger starteten, verfügten jedoch zeitweise nicht über ausreichende Informationen darüber, welche Flugzeuge tatsächlich entführt worden waren oder wo sie sich befanden.

Hätte 9/11 verhindert werden können?

Diese Frage gehört zu den schwierigsten der gesamten Aufarbeitung.

Die Untersuchungen identifizierten zahlreiche verpasste Möglichkeiten.

Einzelne spätere Entführer waren Geheimdiensten bereits vor dem Anschlag bekannt. Informationen über Reisen, Kontakte und extremistische Netzwerke existierten an unterschiedlichen Stellen.

Das Problem war jedoch, dass diese Informationen nicht zu einem vollständigen Lagebild zusammengesetzt wurden.

Die 9/11-Kommission beschrieb ein System, in dem Geheimdienste, Polizei, Einwanderungsbehörden, Luftfahrtsicherheit und Verteidigung nicht ausreichend integriert arbeiteten.

Im Rückblick lassen sich einzelne Punkte erkennen, an denen die Verschwörung möglicherweise hätte aufgedeckt werden können. Daraus folgt jedoch nicht, dass den Behörden vor dem 11. September bereits ein vollständiger Anschlagsplan mit Datum, Flugnummern und Zielen bekannt gewesen wäre.

Osama bin Laden und die Verantwortung

FBI und andere Ermittlungsbehörden kamen zu dem Ergebnis, dass die Anschläge von al-Qaida durchgeführt worden waren.

Osama bin Laden war Kopf der Organisation und spielte eine zentrale Rolle bei der Genehmigung und Steuerung des Anschlagsplans. Das FBI bezeichnet ihn als Architekten der Anschläge; später räumte bin Laden seine Rolle selbst öffentlich ein.

Am 2. Mai 2011 wurde bin Laden bei einer US-Spezialoperation in Abbottabad in Pakistan getötet.

Fast zehn Jahre waren damit zwischen den Anschlägen und seinem Tod vergangen.

Afghanistan und der „War on Terror“

Nur wenige Tage nach 9/11 änderte sich die amerikanische Außen- und Sicherheitspolitik fundamental.

Am 18. September 2001 unterzeichnete Präsident George W. Bush die sogenannte Authorization for Use of Military Force – AUMF. Sie erlaubte den Einsatz militärischer Gewalt gegen diejenigen, die für die Anschläge verantwortlich waren oder ihnen Schutz gewährten.

Die Taliban-Regierung in Afghanistan gewährte al-Qaida und bin Laden damals einen Rückzugsraum.

Im Oktober 2001 begann die US-geführte Militärintervention in Afghanistan.

Damit begann der später so bezeichnete „War on Terror“, der die internationale Politik für mehr als zwei Jahrzehnte prägen sollte.

9/11 und der Irakkrieg

Ein wichtiger historischer Punkt wird bis heute häufig vermischt:

Die 9/11-Kommission fand keine Beweise dafür, dass der Irak die Anschläge vom 11. September organisiert oder gemeinsam mit al-Qaida durchgeführt hatte.

Zwar bestanden einzelne Kontakte zwischen Personen aus dem irakischen Umfeld und al-Qaida. Die Kommission fand jedoch keine Hinweise darauf, dass daraus eine gemeinsame operative Zusammenarbeit bei Angriffen gegen die Vereinigten Staaten entstanden war.

Der Irakkrieg von 2003 wurde politisch im Kontext des breiteren „War on Terror“ geführt, war aber keine direkte militärische Reaktion auf eine nachgewiesene Beteiligung des Irak an 9/11.

Diese Unterscheidung ist für die historische Einordnung entscheidend.

NATO aktiviert erstmals Artikel 5

Auch international war die Reaktion historisch.

Nach den Anschlägen aktivierte die NATO erstmals seit ihrer Gründung den Bündnisfall nach Artikel 5 des Nordatlantikvertrags.

Ein Angriff auf einen Mitgliedstaat wurde damit als Angriff auf das gesamte Bündnis betrachtet.

Bis heute blieb 9/11 der erste und einzige Anlass, bei dem die NATO Artikel 5 aktiviert hat.

Neue Sicherheitsgesetze

Am 26. Oktober 2001 unterzeichnete Präsident Bush den USA PATRIOT Act.

Das Gesetz erweiterte Ermittlungs- und Überwachungsmöglichkeiten von Sicherheitsbehörden und erleichterte den Austausch bestimmter Informationen zwischen Strafverfolgung und Nachrichtendiensten.

Gleichzeitig wurde das Gesetz zu einem der umstrittensten sicherheitspolitischen Projekte der folgenden Jahre.

Kritiker warnten vor weitreichenden Eingriffen in Datenschutz und Bürgerrechte. Die Debatte über das Verhältnis zwischen Freiheit, Privatsphäre und staatlicher Sicherheit wurde zu einer der langfristigen politischen Folgen von 9/11.

Flughäfen veränderten sich grundlegend

Wer heute durch einen Flughafen geht, begegnet zahlreichen Maßnahmen, die unmittelbar oder mittelbar auf 9/11 zurückgehen.

Bereits am 19. November 2001 entstand mit der Transportation Security Administration – TSA eine neue Bundesbehörde für Verkehrssicherheit.

Die Kontrolle von Passagieren und Gepäck wurde deutlich verschärft. Cockpittüren wurden verstärkt, Sicherheitsverfahren neu organisiert und das Verständnis von Flugzeugentführungen vollständig verändert.

Vor 9/11 war das klassische Sicherheitskonzept davon ausgegangen, dass Entführer ein Flugzeug als Druckmittel verwendeten und eine Landung oder Verhandlung anstrebten.

Seit 9/11 muss davon ausgegangen werden, dass ein entführtes Flugzeug selbst zur Waffe werden kann.

Das Department of Homeland Security

Eine weitere direkte Konsequenz war die Entstehung des Department of Homeland Security – DHS.

Der Homeland Security Act von 2002 schuf ein neues Ministerium. Im März 2003 wurden insgesamt 22 zuvor getrennte Behörden und Organisationseinheiten in das neue Department integriert.

Die Neuorganisation gehörte zu den größten Umbauten der US-Bundesverwaltung seit Jahrzehnten.

Verschwörungstheorien rund um 9/11

Kaum ein modernes historisches Ereignis brachte derart viele Verschwörungstheorien hervor.

Diskutiert wurden angebliche Sprengungen der Türme, eine angeblich nicht vorhandene Boeing am Pentagon, vermeintliche Insider-Warnungen, WTC 7 und verschiedene Theorien über Regierungen oder Geheimdienste.

Dabei muss zwischen legitimen offenen Fragen, Fehlern staatlicher Stellen und Behauptungen unterschieden werden, für die belastbare Beweise fehlen.

Es ist dokumentiert, dass US-Behörden vor 9/11 erhebliche organisatorische und nachrichtendienstliche Schwächen aufwiesen. Die 9/11-Kommission kritisierte diese ausdrücklich.

Das ist jedoch etwas anderes als die Behauptung, US-Behörden hätten die Anschläge selbst organisiert.

Für eine kontrollierte Sprengung der Twin Towers oder von WTC 7 ergaben die umfangreichen technischen NIST-Untersuchungen keine entsprechende Grundlage. Für die Türme rekonstruierten die Fachleute eine Kombination aus massiven Einschlagschäden, zerstörter Brandschutzisolierung, mehrstöckigen Bränden und folgendem strukturellem Versagen. Für WTC 7 wurden Trümmerschäden, lang andauernde Feuer und ein progressives strukturelles Versagen ermittelt.

Das World Trade Center entsteht neu

Die Trümmer verschwanden, aber die ursprünglichen Twin Towers wurden nicht wieder aufgebaut.

An ihren Standorten befinden sich heute zwei große quadratische Wasserbecken des National September 11 Memorial.

In ihre bronzenen Umrandungen sind die Namen der Opfer der Anschläge von 2001 und des World-Trade-Center-Anschlags von 1993 eingraviert.

Das Memorial wurde zum zehnten Jahrestag im September 2011 eröffnet.

Das unterirdische 9/11 Memorial Museum wurde im Mai 2014 eingeweiht und am 21. Mai 2014 für die Öffentlichkeit geöffnet. Es bewahrt Trümmerteile, Fahrzeuge, persönliche Gegenstände, Audioaufzeichnungen, Fotografien und zahlreiche weitere Zeugnisse des Tages.

Das gesamte Gelände ist heute gleichzeitig Arbeitsplatz, Erinnerungsstätte und historischer Ort.

Eine weltweite Medienerfahrung

9/11 war außerdem ein Wendepunkt der modernen Mediengeschichte.

Der erste Einschlag war zunächst nur von wenigen Kameras dokumentiert worden.

Nach dem Treffer des Nordturms richteten jedoch Fernsehsender aus aller Welt ihre Kameras auf Manhattan.

Dadurch wurde der zweite Einschlag von United 175 von Millionen Menschen live verfolgt.

Später liefen die Einstürze, Berichte vom Pentagon und die Entwicklungen in Washington über Stunden nahezu ununterbrochen im Fernsehen.

Viele Menschen können deshalb Jahrzehnte später noch genau beschreiben, wo sie sich befanden, als sie von den Anschlägen erfuhren.

Was 9/11 für die Welt bedeutete

Der 11. September war nicht lediglich ein amerikanisches Ereignis.

Die Opfer kamen aus mehr als 90 Nationen.

Die Folgen reichten weit über die Vereinigten Staaten hinaus.

Kriege wurden begonnen, Geheimdienste reorganisiert, Anti-Terror-Gesetze verabschiedet, internationale Überwachung ausgebaut, Grenz- und Flughafenkontrollen verschärft und neue Sicherheitsbehörden geschaffen.

Gleichzeitig folgten gesellschaftliche Konflikte.

Muslime und Menschen, die als muslimisch oder arabisch wahrgenommen wurden, waren nach den Anschlägen teilweise pauschalen Verdächtigungen, Diskriminierung und Hassverbrechen ausgesetzt. Auch unter den 2.977 Opfern selbst befanden sich Muslime.

Die Täter repräsentierten eine extremistische Terrororganisation – nicht eine gesamte Religion oder Bevölkerungsgruppe.

25 Jahre später

Ein Vierteljahrhundert nach den Anschlägen sind die Twin Towers für viele junge Menschen nur noch aus Fotografien und Filmaufnahmen bekannt.

Doch die Folgen des 11. September sind weiterhin sichtbar.

Sie finden sich in der Architektur von Flughäfen, in Sicherheitsschleusen, Nachrichtendienststrukturen, Anti-Terror-Gesetzen und außenpolitischen Debatten.

Sie finden sich aber auch in den Lebensgeschichten von Familien, die Angehörige verloren haben, von Menschen, die die Türme verlassen konnten, und von Rettungskräften, die bis heute unter den gesundheitlichen Folgen ihres Einsatzes leiden.

Die medizinische Aufarbeitung ist selbst 25 Jahre später nicht abgeschlossen. Die CDC weist darauf hin, dass auch Jahrzehnte nach 9/11 weiterhin Menschen mit körperlichen und psychischen Erkrankungen diagnostiziert werden, die mit den damaligen Belastungen in Zusammenhang stehen.

Fazit

Der 11. September 2001 dauerte als unmittelbarer Angriff nur wenige Stunden.

Seine Auswirkungen dauern bis heute.

19 Terroristen konnten vier Verkehrsflugzeuge übernehmen und innerhalb von 102 Minuten die Vereinigten Staaten in eine historische Krise stürzen.

2.977 Menschen wurden getötet.

Tausende weitere wurden verletzt. Zehntausende Rettungs- und Bergungskräfte arbeiteten anschließend an den Anschlagsorten. Viele Menschen erkrankten Jahre später infolge ihrer Belastung.

Aus den Anschlägen entstanden Kriege, neue Sicherheitsbehörden, neue Gesetze, veränderte Geheimdienste und eine vollständig neue Luftfahrtsicherheit.

Gleichzeitig zeigte dieser Tag außergewöhnlichen Mut: Feuerwehrleute gingen in brennende Hochhäuser, während andere Menschen flüchteten. Polizisten und Rettungskräfte halfen Tausenden beim Verlassen des World Trade Centers. Fremde unterstützten einander auf den Straßen New Yorks. Und an Bord von United 93 entschieden Passagiere und Besatzungsmitglieder, sich gegen ihre Entführer zu wehren, obwohl sie wussten, wie gering ihre eigenen Überlebenschancen waren.

Der 11. September ist deshalb gleichzeitig eine Geschichte über Terror und Massenmord, über staatliches Versagen und daraus entstandene Reformen, über Krieg und gesellschaftliche Veränderungen – aber ebenso über Rettung, Widerstand, menschlichen Zusammenhalt und Erinnerung.

9/11 veränderte nicht nur die Skyline von New York. Der 11. September veränderte die Welt.

ℹ️
Quellen: 9/11 Commission, Federal Bureau of Investigation (FBI), National Institute of Standards and Technology (NIST), National September 11 Memorial & Museum, National Park Service, U.S. Department of Defense, Centers for Disease Control and Prevention (CDC), World Trade Center Health Program, NATO, Transportation Security Administration (TSA), U.S. Department of Homeland Security, U.S. Department of Justice und U.S. Government Publishing Office
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